Stadtmöwe
Citygull
BLAUE STUNDE BERLIN
Lidia Beleninova
18. Oktober bis 31. Dezember 2025
Liebe Kunstfreundinnen und -freunde,
zurzeit fällt die Dämmerung in den Feierabend, aber vielleicht kommt ihr trotzdem dazu, gelegentlich die besondere Stimmung wahrzunehmen, die diese Stunde kennzeichnet und deretwegen sie auch die "blaue Stunde" genannt wird. Ihr ist jedenfalls die nächste Ausstellung gewidmet.
Die Vernissage am Samstag, 18. Oktober 2025, beginnt um 18 Uhr.
Öffnungszeiten:
Freitag bis Sonntag,14-20 Uhr
CAFE KUNST GENUSS
Fritschestraße 68
10585 Berlin - Charlottenburg
0175 5223554
Blue Hour Berlin
The picture series "Blue Hour" is my lemonade made from lemons of Pandemic time. After my long-awaited trip fell through and all escape routes from the big city were cut off, the evening walks in Berlin was the only salvation. I walked the streets in my neighborhood that I thought I knew very well and imagined walking these paths for the first time.
I remembered how it was 17 years ago, as I came to Berlin for a visit and start dreaming of living here. Then the magic was there: I fellt in love with this city again. In the meantime, the blue hour has turned into the entertaining spring night, I say goodbye to the city and sit down at my desk to bring the impressions of the past evening to the paper and finally add them to the other finds in my treasure chest of memories .
Before corona i was working in a wine bar for six years and that moment, when all preparations are made and the lights on the streets turns on, i was standing alone behind the bar counter and look out, waiting for the first customers and i never new how the evening will go on - that is a feeling that is familiar to me and i try to convey exactly this mood in my painting: a mixture of anticipation, curiosity, a pinch of mysterious atmosphere when the evening begins.
Blaue Stunde Berlin
Die Bilderreihe „Blaue Stunde“ ist meine Limonade aus Zitronen der Coronazeit. Nachdem meine langersehnte Reise geplatzt war und sämtliche Fluchtwege aus der Großstadt abgeschnitten wurden, waren die Spaziergänge die einzige Rettung. Ich ging durch die Straßen in meinem Kiez, die ich schon auswendig zu kennen meinte und stellte mir vor, ich würde diese Wege zum ersten Mal gehen.
Ich erinnerte mich, wie es vor 17 Jahren war, als ich nach Berlin nur zur Besuch kam und davon träumte hier zu leben. Dann war der Zauber wieder da: ich verliebte mich in in diese Stadt neu. Inzwischen ging die Blaue Stunde in die kurzweilige Frühlingsnacht über, ich verabschiedete mich von der Stadt und setze mich an meinen Schreibtisch um die Eindrücke des vergangenen Abends auf dem Papier noch Mal zum Leben zu erwecken und schließlich zu den anderen Fundstücken in meine Schatztruhe der Erinnerungen hinzugeben.
Ich habe selbst sechs Jahre lang in einer Bar gearbeitet und der Moment, wenn die Vorbereitung gemacht sind und das Licht auf den Straßen angeht, steht man allein hinter der Bartheke und schaut hinaus, wartet auf die ersten Gäste und man weiß nie, wie der Abend verlaufen wird – das ist ein Gefühl, das mir in Erinnerung geblieben ist und auch das versuche ich in meiner Malerei wieder zu geben: Eine Mischung aus Vorfreude, Neugier und einer Prise geheimnisvoller Atmosphäre, wenn der Abend beginnt.